Australian Open Wetten in der Schweiz: wer veranstalten darf und was ein Einsatz kostet
Inhaltsverzeichnis
Wer in der Schweiz auf ein Tennismatch in Melbourne setzen will, hat genau zwei Adressen zur Auswahl. Nicht drei, nicht zehn. Das ist keine Marktbeobachtung, sondern eine Folge des Gesetzes, und sie entscheidet mehr über den Preis einer Wette als jede Werbebotschaft.
Datenstand: 31 Oktober 2026, geprüft gegen die Bewilligungen und die behördliche Liste der Gespa.
Ein Vergleich nach dem, was der Wettschein am Ende aussagt
Die beiden Schweizer Veranstalter kommen zuerst, weil sie die einzigen sind, deren Bewilligung in der Schweiz Geltung hat. Danach folgen acht ausländische Marken, die hier ohne Schweizer Bewilligung auftreten. Verglichen wird nach vier Dingen, die ein Wettender am Ende tatsächlich spürt: Bewilligungsstatus, Quote und Marge, Limiten auf Einsatz und Auszahlung sowie die Frage, an welche Stelle man sich wendet, wenn etwas schiefgeht. Werbelautstärke spielt keine Rolle, und deshalb tauchen beworbene Bonusbeträge in der Rangfolge auch nicht auf.

Die Reihenfolge ist keine Empfehlung zum Abschluss eines Kontos, sondern eine Einordnung. Der erste Platz gebührt schlicht dem, der die Schweizer Schutzmechanismen trägt.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter oder gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Sitz Lausanne |
| Rainbet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt, ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BassBet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt, ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| DirectionBet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt, ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Betovo | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt, ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Rollbit | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt, ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Sportuna | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt, ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Cloudbet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt, ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Bahigo | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt, ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
Was die Spalte mit den acht ausländischen Marken verschweigt, ist genau das Interessante: Dort steht überall dasselbe. Eine ausländische Bewilligung, gleich welchen Landes, entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Es gibt also nicht die Wahl zwischen zehn mehr oder weniger geprüften Anbietern, sondern die Wahl zwischen zwei geprüften und acht ungeprüften. Wer die Verteilung der Auszahlungsquote beurteilen will, braucht dafür ohnehin eigene Rechnung, denn kein Anbieter bewirbt seine Marge.
Was das Turnier ist und wie es abläuft
Die Australian Open werden im Melbourne Park auf Hartplatz ausgetragen. Der Belag war bis 2007 Rebound Ace, von 2008 bis 2019 Plexicushion und ist seit 2020 GreenSet. Hartplatz ist die schnellste der drei grossen Belagsarten, und das prägt die Quotenstellung: Aufschlagstarke Spieler werden kürzer gehandelt, Spiele über die volle Distanz häufiger erwartet.
Gespielt wird bei den Herren auf drei Gewinnsätze, bei den Damen auf zwei. Bei 6:6 entscheidet ein Tiebreak, im Entscheidungssatz ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung. Diese Regel ist der Punkt, an dem viele Wettscheine kippen, ohne dass die Partie selbst kippt — dazu mehr im Abschnitt «Satz, Spiel und die Marge dazwischen».
Das erste Turnier wurde im November 1905 ausgetragen, der Australasian Lawn Tennis Association war 1904 gegründet worden. In der Open Era hält Novak Djokovic mit 10 Herrentiteln den Rekord, bei den Damen Serena Williams mit 7. Margaret Court gewann insgesamt 11 Einzeltitel, darunter Erfolge aus der Zeit vor der Open Era ab 1969.
Die Ausgabe 2026 fand vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne statt. Sie ist abgerechnet, im Herreneinzel gewann Carlos Alcaraz, im Dameneinzel Jelena Rybakina. Angesetzt für die nächste Ausgabe sind der 17. bis 31. Januar 2027.
Die rechtliche Grundlage
Wer überhaupt veranstalten darf
Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel. Grundlage ist das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), in Kraft seit 1. Januar 2019, massgeblich sind Art. 3 lit. c und e. Beaufsichtigt wird das Ganze von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern; das Geldspielkonkordat ist seit 1.1.2021 in Kraft. Die ESBK ist hier nicht zuständig — sie beaufsichtigt nur Casinos.

Für den Betrieb braucht es zwei Dinge: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS). Eine solche Bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos betreibt das Produkt Sporttip, die Loterie Romande das Produkt Jouez Sport. Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher gibt es nicht, weil es keine gibt; die Gespa veröffentlicht ausschliesslich die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.
Wo ein Konto überhaupt möglich ist
Der Sitz allein sagt nichts darüber, wer ein Konto eröffnen kann. Das Vertragsgebiet von Swisslos umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.
Für ein Online-Konto braucht es Wohnsitz in der Schweiz (Art. 47 Abs. 3 VGS) und in der Praxis zusätzlich Wohnsitz im Gebiet des jeweiligen Veranstalters. Wer in Zürich wohnt, kommt an Jouez Sport nicht heran, wer in Genf wohnt, nicht an Sporttip. Das ist die erste Kostenfolge, die niemanden etwas kostet und trotzdem die Auswahl halbiert: In den meisten Fällen bleibt genau ein Anbieter übrig.
Zur Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und pro Person ist nur eine Registrierung zulässig. Die Ausweisdaten werden aus dem hochgeladenen Dokument ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; wer unter 18 ist, ist ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Was überhaupt angeboten werden darf
Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste. Massgeblich ist die Liste der Gespa der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, Version 10.09.2026 (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe ebenso, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangierung über den Einzug in einen internationalen Wettkampf oder auf das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe fallen weg. Die Liste führt keine Corner- oder Kartenmärkte und keine Esport-Sektion. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt (Art. 25 Abs. 2 BGS).
Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung besitzt. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das BGS nicht. Cash-Out ist nicht geregelt und bleibt eine Funktion jedes einzelnen Veranstalters. Zu virtuellen Sportarten lässt sich nichts sagen; Esport taucht in der Liste der Gespa nicht auf.
Ein Tennisturnier wie die Australian Open passt in diesen Rahmen ohne Sonderbewilligung — Einzel-, Satz- und Spielegesamtwetten sind der Kern dessen, was die Liste abdeckt. Die Grenze verläuft weniger beim Turnier als bei den Nebenmärkten, die ein ausländischer Anbieter danebenstellt.
Was eine ausländische Bewilligung hier wert ist
Nichts. Eine Bewilligung aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung zu veranstalten, ist strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Bestraft wird der Veranstalter, nicht der Spielende.
Der Spielende verliert trotzdem. Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt weder Schutz noch Fair-Play-Kontrolle. Acht ausländische Anbieter stehen in der Tabelle unter «Ein Vergleich nach dem, was der Wettschein am Ende aussagt» ohne Schweizer Bewilligung: Rainbet, BassBet, DirectionBet, Betovo, Rollbit, Sportuna, Cloudbet und Bahigo. Bei allen ist die gemeldete Bewilligung nicht belegt, was in der Schweiz keine Wirkung entfaltet.
Keine dieser Marken ist mit dem Schweizer Sperrsystem verbunden, und keine bietet einen Schweizer Rechtsweg. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren (Art. 86–93 BGS). Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt — die Gespa nennt dieses Domain-Hopping und führt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele; bet365 nennt sie als auf der Liste stehend.
Ehrlich formuliert: ausländisch heisst ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Sperrregister, ohne Schweizer Rechtsweg, und Gewinne daraus sind nach kantonalem Steuerrecht steuerbar. Bewilligt heisst voller Schweizer Schutz, aber nur zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten, Wohnsitzpflicht und Identitätsprüfung. Keine der beiden Seiten ist von sich aus die sichere Wahl.
Verlustlimiten und Spielsperre
Wer um zwei Uhr morgens auf ein Erstrundenmatch in Melbourne setzt, tut das mit denselben Limiten wie bei einem Fussballspiel am Sonntagnachmittag. Der Zeitpunkt ändert nichts. Das ist die gute Nachricht.
Vor der ersten Teilnahme bei Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9'999, unter 21 Jahren bei CHF 1'000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Das ist der wirksamste Bremsweg im ganzen Schweizer System: Wer die Limite senkt, kann sie nicht in derselben Nacht zurückdrehen. Wer sie erhöht, wartet drei Tage. Genau diese drei Tage sind der eigentliche Schutz, nicht die Zahl.
Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass der Veranstalter einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangt (Art. 87 VGS). Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung nach Gesetz nach 24 Stunden — Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Einen gesetzlich festgelegten Einzahlungsdeckel kennt die Schweiz nicht.
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Die gesetzliche Spielsperre steht in Art. 80–82 BGS: Ausschluss überschuldeter oder suchtgefährdeter Personen und die Selbstsperre, erfasst in einem gemeinsamen Register gesperrter Personen. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben (Art. 84 VGS), unter Beteiligung einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Gesperrte oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).
Ein Hinweis, der kein Kompliment ist: Die Gespa führte 2025 Testkäufe durch. An Verkaufsstellen wurde in 200 Fällen 47,5 % der Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer den Verkaufsstellenschutz für streng hält, sollte diese Zahl kennen.
Bei allem, was hier steht, geht es um Regeln für Veranstalter mit Schweizer Bewilligung. Ein ausländischer Anbieter ohne Bewilligung fährt nach eigenen Hausregeln, und dessen Limiten sind keine Schweizer Limiten.
Steuern auf Gewinne
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1'071'000, 2025 waren es CHF 1'070'400. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, deshalb je nach Kanton.
Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration in der Steuererklärung zurückgeholt wird. Ein typischer Wettender bleibt weit unter der Schwelle: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn.
Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer. Die kantonale Steuerpraxis von Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen jedoch als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz gibt es nicht. Das ist allgemeine Information; für den eigenen Fall bleibt der Weg zur Steuerberaterin oder zur kantonalen Steuerverwaltung.
Satz, Spiel und die Marge dazwischen
Quoten für Spielsieger, Satzergebnis und Gesamtzahl der Spiele enthalten eine Marge. Der Vergleich zeigt, wie der Anbieter das Risiko verteilt — und was er von jedem Einsatz behält. Weil Sporttip und Jouez Sport als einzige Schweizer Veranstalter auftreten und sporttipseitig Einzel- wie Kombinationswetten von CHF 1 bis CHF 1'000 je Wette möglich sind (Systemwetten bis CHF 10'000), ist der Quotenvergleich innerhalb der Schweiz ein Vergleich von zwei Häusern, nicht von zehn.
Die Marge rechnet sich aus allen Ausgängen eines Marktes. Bei einem illustrativen Zweiwegemarkt mit je 1.90 auf beide Seiten ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 95 % und damit eine Marge von rund 5 %. Das ist ein Rechenbeispiel, kein zitierter Kurs: 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 0,95; übrig bleiben 0,05. Fällt der Markt enger aus — etwa je 1.95 —, steigt die Auszahlungsquote auf rund 97,5 % und die Marge sinkt auf rund 2,5 %. Bei je 1.80 sinkt sie auf rund 90 % Auszahlung und die Marge steigt auf rund 10 %.
Das ist ein Band, keine feste Zahl, und die Bedingung steht darin: Es gilt für zwei Ausgänge mit gleichen Quoten auf einer einzigen Plattform. Wer eine Dreiwegwette auf drei Ausgänge rechnet, kommt auf eine andere Zahl, und wer zwei Häuser vergleicht, vergleicht damit auch zwei Margen — nicht dieselbe Marge zweimal.
Was das heisst, lässt sich an einem Einsatz von CHF 100 zeigen. Bei je 1.90 gehen vom Einsatz statistisch rund CHF 5 an das Haus, unabhängig davon, ob die Wette aufgeht. Bei je 1.95 sind es rund CHF 2,50, bei je 1.80 rund CHF 10. Wer hundert Wetten dieser Art über ein Jahr platziert, bezahlt die Differenz zwischen 1.80 und 1.95 über die Trefferquote, nicht über den einzelnen Gewinn. Deshalb ist die Marge die einzige Zahl auf der Seite, die vor jedem Spielbeginn feststeht.
Ein zweites Rechenbeispiel aus derselben Mechanik: Eine Wette mit CHF 100 auf eine Quote von 1.90 bringt bei Treffer CHF 190 zurück, davon CHF 90 Nettogewinn. Bei Kombinationen vervielfacht sich die Gesamtquote aus dem Produkt der Einzelquoten, das Risiko aber auch. Das ist die Stelle, an der der Kombiboost eines Veranstalters ansetzt, der mindestens vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 verlangt. Der Bonus wird auf den Nettogewinn gerechnet, nicht auf den Einsatz, und steigt mit der Zahl der Voraussagen — ein Prozentwert auf eine Zahl, die bei sechs falschen Voraussagen aus einer einzigen gross genug wird, um alles zu tilgen.
Bei den Australian Open kommt eine Eigenheit des Turniers hinzu. Bei 6:6 wird ein Tiebreak gespielt, im Entscheidungssatz ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung. Eine Wette auf den Satzsieger kann damit genau in dem Satz entschieden sein, der am wenigsten Tennis enthält. Wer Satzwetten spielt, handelt sich hier mehr Varianz ein als auf jedem anderen Belag, weil der Match-Tiebreak aus zwei Punkten Rückstand noch einen Satzgewinn macht.
Die Qualität des Preises
Die Zahlen der Sporttip-Regeln arbeiten nicht zugunsten des schnellen Ausstiegs. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; ein Anspruch auf Cash-Out für alle Wetten besteht nicht. Er ist für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.
Das ist ein Preis, der selten jemandem vorher auffällt. Wer während eines Fünfsatzes aussteigen will, verkauft seinen Wettschein unter Umständen deutlich unter dem, was er im Erfolgsfall bekommen hätte — und die Quote dieses Verkaufs diktiert nicht er.
Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Auf Tennis übersetzt heisst das: Wer einen Breakball in ein Live-Fenster hineinsetzt, dessen Ausgang bereits eingetreten ist, bekommt seinen Einsatz zurück und nichts mehr.
Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost gilt nur online, verlangt mindestens vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 Quote und staffelt den Bonus auf den Nettogewinn nach der Zahl der Voraussagen. Was das wert ist, entscheidet sich am Wettschein, nicht in der Werbung.
Wie der Turnierplan die Wette bestimmt
Der Spielplan über zwei Wochen in Melbourne, von der ersten Runde bis zu den Finals, entscheidet, wann Wetten auf einzelne Partien möglich sind. Beide Schweizer Veranstalter arbeiten mit einem Wettprogramm, das sich an dieser Struktur orientiert.
Die Kosten dieser Struktur sind praktischer Art. Zwei Wochen lang gibt es an jedem Tag mehrere Ansetzungen, aber nicht jeder Markt steht für jede Ansetzung zur Verfügung. Wer eine Wette auf ein bestimmtes Erstrundenmatch plant, ist an das gebunden, was im Programm zu diesem Zeitpunkt steht. Die Liste der Gespa gibt zusätzlich den Rahmen vor: Einzel-, Satz- und Ranglistenwetten fallen darunter, Corner- oder Kartenmärkte nicht, weil sie bei Tennis ohnehin nicht existieren — die Liste ist für den Tennisfall also nicht die Begrenzung, die sie bei Fussball wäre.
Zeitverschiebung ist der zweite Kostentreiber, und sie ist der unterschätzte. Melbourne liegt der Schweiz weit voraus; die Abendsessions laufen hiesige Nachtstunden. Das ist der Punkt, an dem die Verlustlimiten und die Spielsperre aus dem Abschnitt «Verlustlimiten und Spielsperre» wieder wichtig werden: Niemand muss diese Grenzen in Melbourne einhalten, aber die eigene Limite gilt dort genauso.
Für die Ausgabe 2027 sind der 17. bis 31. Januar angesetzt. Wer in diesem Zeitraum spielt, plant mit einem Zeitraum, in dem sich Quoten für die Turniersiegerwette über Monate bewegen und Quoten für einzelne Partien über Tage. Die Langzeitwette auf den Turniersieg wird früh gestellt und mit einer Quote versehen, die sich nicht mehr ändert; die Einzelwette wird kurz vor dem Match gestellt, wenn die Information am grössten ist. Beides gehört auf einen Tennisschein, nur eben nicht mit der gleichen Begründung.
Die Anbieter im Einzelnen
Swisslos Sporttip: der Platzhalter mit staatlichem Rückgrat
Swisslos hat seinen Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt.
Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000 und für eine Systemwette CHF 10'000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer über tausend Franken auf eine Einzelwette setzen will, setzt das in Basel nicht. Das ist eine harte Grenze, keine Richtlinie, und sie macht die Systemwette für grosse Einsätze zum einzigen Weg — mit dem Preis, dass eine Systemwette mehrere Wetten gleichzeitig verliert.
Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten. Er wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Diese Rundung ist kein Betrug, aber sie ist spürbar, und sie fällt bei kleinen Gewinnen relativ mehr ins Gewicht als bei grossen. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Für Tennis ist der Satz relevanter als die Spielzeit — und der Match-Tiebreak ist Gegenstand der Wette, wenn er im Programm als solcher steht.
Was Swisslos mit dem Geld tut: Für 2025 wurde ein Reingewinn von CHF 562 Mio. verteilt, CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Jahr 2024. Der Rückgang der Sportwettenbeiträge um 13 Millionen Franken in einem Jahr ist die interessanteste Zahl auf diesem Wettschein: Das Volumen der Schweizer Sportwetten wächst nicht, und wer glaubt, die beiden Veranstalter sässen auf einem wachsenden Monopol, täuscht sich.
Das Urteil: Bei Verlustlimiten, Sperrsystem und Rechtsweg ist Sporttip das einzige Haus auf dieser Seite, bei dem der Schweizer Schutzmechanismus greift. Wer regelmässig mit grösseren Summen spielt, stösst bei CHF 1'000 pro Einzelwette jedoch an eine Decke, die keine Rücksicht auf das Budget nimmt — und die Cash-Out-Regel macht den vorzeitigen Ausstieg teurer als den Namen vermuten lässt. Ein Anbieter für den, der Kontrolle über die eigene Limite will und die Wette als Wette behandelt, nicht als Position.
Loterie Romande Jouez Sport: dieselbe Bewilligung, anderes Einzugsgebiet
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Sie zählt 2'350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.
Rechtlich steht Jouez Sport auf demselben Fundament wie Sporttip: Bewilligung nach BGS, Aufsicht durch die Gespa, Geltung nur in der Schweiz, dieselben Verlustlimiten, die derselbe Veranstaltertyp verlangt, dieselbe Spielsperre im gemeinsamen Register. Wer in der Westschweiz wohnt, bekommt hier genau die Schutzmechanismen, die woanders nur die halbe Wahl erklären.
Die Grenze ist eine andere als bei Sporttip, und sie liegt beim Wohnsitz. Wer nicht in einem der sechs Kantone lebt, kommt nicht an ein Konto. Für alle anderen bleibt Jouez Sport eine Grösse, über die man in der Deutschschweiz wenig hört und die trotzdem in jedem Schweizer Wettvergleich hingehört.
Das Urteil: Zwei Veranstalter mit einer Bewilligung sind zwei verschiedene Filialnetze unter einem Gesetz. Ob das Angebot zum Turnier breiter ausfällt als bei Sporttip, entscheidet der Wohnsitz, nicht die Ansicht — und für einen Tennisspieler in Freiburg oder Sitten ist Jouez Sport schlicht der eigene Veranstalter. Der Vergleich mit Sporttip fällt über die Quoten und Verkaufsstellen aus, nicht über die Bewilligung.
Rainbet: ohne Schweizer Bewilligung
Rainbet tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen hier Sportwetten anbieten. Eine gemeldete Bewilligung ist nicht belegt und entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Rainbet ist nicht mit dem Schweizer Sperrregister verbunden, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden, was eine Sperrung per DNS durch Schweizer Telekommunikationsanbieter nach sich zieht.
Was das für den Wettenden heisst, steht in einem Satz: Wer dort gewinnt, hat keinen Schweizer Anspruch auf diesen Gewinn, und wer dort ein Problem hat, hat keine Schweizer Stelle, an die er sich wendet.
Das Urteil: Die Marke steht in dieser Übersicht, um die Alternative sichtbar zu machen, nicht um sie zu empfehlen. Bei unter CHF 1'000 pro Wette fällt die Einschränkung des Schweizer Höchsteinsatzes weg — der Preis dafür ist der ganze Rechtsweg.
BassBet: ohne Schweizer Bewilligung
BassBet tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf, mit denselben Folgen wie bei jeder der acht Marken in dieser Gruppe: keine Geltung einer ausländischen Bewilligung (Art. 4 BGS), keine Verbindung zum Schweizer Sperrsystem, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Fähigkeit der Domains.
Das Urteil: Die fehlende Schweizer Bewilligung ist bei BassBet kein Detail am Rand, sondern die einzige Angabe, die der Leser zum Schutz des eigenen Geldes braucht. Wer das Angebot trotzdem prüft, prüft es auf eigenes Risiko.
DirectionBet: ohne Schweizer Bewilligung
DirectionBet tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf. Es gilt dieselbe Rechtsfolge: Die Bewilligung eines anderen Landes hat hier keine Kraft (Art. 4 BGS), das Sperrregister kennt die Marke nicht, ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht, und die Domain kann per DNS blockiert werden.
Das Urteil: Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist im Vergleich ein Kostenfaktor, der nicht in der Quote steht. Er fällt aus der Bewertung des Schweizer Schutzes heraus, unabhängig davon, wie sein Wettprogramm aussieht.
Betovo: ohne Schweizer Bewilligung
Betovo tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf. Gemeldete Bewilligung nicht belegt, keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS), keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Domain auf die Sperrliste setzbar.
Das Urteil: Wer über die Australian Open eine Wette platziert und dabei den Match-Tiebreak einkalkuliert, sollte die Regel des Entscheidungssatzes selbst kennen — bei einem Anbieter ausserhalb der Schweizer Aufsicht gibt es keine Schweizer Stelle, die eine Auslegung für ihn durchsetzt.
Rollbit: ohne Schweizer Bewilligung
Rollbit tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf, mit der bekannten Rechtsfolge: ausländische Bewilligung ohne Geltung (Art. 4 BGS), keine Schweizer Sperrregister-Anbindung, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Fähigkeit.
Das Urteil: Die Schweizer Verlustlimiten sind hier keine Vorgabe, weil die Gespa hier nicht aufsichtsführend ist. Wer seine eigene Grenze braucht, muss sie selbst setzen, und niemand verlangt sie von ihm.
Sportuna: ohne Schweizer Bewilligung
Sportuna tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf. Es gilt Art. 4 BGS, die gemeldete Bewilligung ist nicht belegt und ohne Wirkung, das Schweizer Sperrsystem greift nicht, ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht, die Domain kann blockiert werden.
Das Urteil: Ohne Schweizer Veranstalterbewilligung gibt es hier keinen Steuerfreibetrag und keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn — dafür kantonale Steuerbarkeit nach kantonalem Recht, im Fall der Thurgauer Praxis voll und unabhängig von der Höhe. Diese Steuerfolge ist der eigentliche Unterschied zu den beiden bewilligten Häusern, nicht der Bonus.
Cloudbet: ohne Schweizer Bewilligung
Cloudbet tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf. Gemeldete Bewilligung nicht belegt, keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS), keine Verbindung zum Schweizer Sperrsystem, kein Schweizer Rechtsweg, Domain auf die Sperrliste setzbar.
Das Urteil: Der Name klingt nach einem Zahlungsweg, der in der Schweiz für bewilligte Wetten nicht existiert, weil Gewinne und Guthaben nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt werden (Art. 50 Abs. 2 VGS) und eine Kreditgewährung an Spielende untersagt ist (Art. 75 Abs. 1 BGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettangebot nicht.
Bahigo: ohne Schweizer Bewilligung
Bahigo tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf, mit den gleichen Folgen: keine Geltung einer ausländischen Bewilligung (Art. 4 BGS), keine Schweizer Sperrregister-Anbindung, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Fähigkeit.
Das Urteil: Ein deutschsprachiger Auftritt macht noch keine Schweizer Bewilligung, und die Sperrliste der Gespa unterscheidet nicht nach Sprache. Wer hier spielt, spielt ausserhalb des Systems, das diese Seite beschreibt.
Was ein Spieler hier verliert und was er gewinnt
Die Wahl reduziert sich in den meisten Haushalten auf ein einziges Konto, weil der Wohnsitz sie trifft. Das ist der grösste Kostenposten dieser Seite und der stillste: Wer in Zürich lebt, kann nicht zu Jouez Sport, wer in Genf lebt, nicht zu Sporttip. Eine Vergleichsseite mit zehn Namen suggeriert eine Auswahl, die für den einzelnen Leser nicht existiert.
Was dafür hereinkommt, sind die Limiten und die Spielsperre, die aus dem Abschnitt «Verlustlimiten und Spielsperre» für jede Wette gelten — unabhängig davon, ob sie um 14 Uhr in der Westschweiz oder um 3 Uhr morgens wegen einer Nachtsession in Melbourne gestellt wird. Wer die Verlustlimite beim ersten Login tief setzt, hat später keine Chance, sie kurzfristig zu erhöhen. Das ist der günstigste Moment des ganzen Vorgangs.
Für den einzelnen Wettschein bleibt die Rechnung nüchtern. Bei einem illustrativen Zweiwegemarkt zu je 1.90 steckt eine Marge von rund 5 % im Preis; bei einem engeren Markt sind es rund 2,5 %, bei einem weiteren rund 10 %. Auf einen Einsatz von CHF 100 sind das zwischen CHF 2,50 und CHF 10, die statistisch an das Haus gehen, ganz gleich, wie das Match in Melbourne ausgeht. Wer das über ein Turnier hinweg auf zwanzig Wetten rechnet, kommt bei CHF 100 Einsatz auf eine erwartete Abgabe im Bereich von CHF 50 bis CHF 200 — eine Schätzung über viele Wetten unter der Annahme gleicher Quoten, keine Vorhersage über den einzelnen Ausgang.
Wer diese Abgabe drücken will, hat zwei Hebel, und beide sind hier klein. Der erste ist der Vergleich zwischen Sporttip und Jouez Sport innerhalb der eigenen Zugangsmöglichkeit, soweit der Wohnsitz überhaupt eine Wahl lässt. Der zweite ist der Verzicht auf Kombinationen mit geringen Quoten, weil dort die günstigste Marge selten steht.
Die Kehrseite liegt bei den acht ausländischen Marken. Bei ihnen ist der Weg zu einem Schweizer Verfahren versperrt, das Sperrsystem kennt sie nicht, und die Steuerbehandlung des Gewinns folgt dem kantonalen Recht statt dem Freibetrag. Wer dennoch dort spielt, sollte sich vorher fragen, ob er im Streitfall wirklich ohne Schweizer Ansprechstelle auskommt.
Häufige Fragen zu Wetten auf die Australian Open in der Schweiz
Wann fand das Turnier zuletzt statt, und wann ist die nächste Ausgabe angesetzt?
Die Ausgabe 2026 lief vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 im Melbourne Park und ist abgerechnet; Carlos Alcaraz gewann im Herreneinzel, Jelena Rybakina im Dameneinzel. Die nächste Ausgabe ist vom 17. bis 31. Januar 2027 angesetzt. Für Wetten zählt dieser Zeitraum: Einzelmärkte entstehen mit dem Spielplan, die Turniersiegerwette steht deutlich früher.
Darf in der Schweiz auf die Australian Open gewettet werden, und bei welchem Veranstalter?
Ja, aber nur bei den zwei Veranstaltern mit Bewilligung: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide brauchen eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel nach BGS, und das Angebot ist auf die Liste der Gespa beschränkt. Ein Konto verlangt Wohnsitz im jeweiligen Gebiet.
Wie wirkt sich der Match-Tiebreak im Entscheidungssatz auf Wetten auf Satz und Spielausgang aus?
Im Entscheidungssatz gilt ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung; bei 6:6 entscheidet er den Satz. Satz- und Spielegesamtwetten können damit in wenigen Ballwechseln kippen, während die Partie ausgeglichen bleibt. Diese Varianz ist bei Hartplatz besonders hoch, weil der Aufschlag weniger gebrochen wird.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?
Ein Einsatz von CHF 100 auf Quote 1.90 bringt bei Treffer CHF 190 zurück, davon CHF 90 Nettogewinn. Die Marge steckt im Preis: Bei je 1.90 auf zwei Ausgänge ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 95 % und eine Marge von rund 5 % — ein Band, das mit den Quoten wandert, kein fester Wert.
Welche Verlustlimiten gelten, und wie lässt sich eine Spielsperre beantragen?
Vor der ersten Teilnahme sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9'999 und CHF 1'000 unter 21 Jahren; Senken wirkt sofort, Erhöhen erst nach 72 Stunden. Eine Spielsperre läuft produktbezogen für 1 bis 180 Tage, eine unbefristete Sperre gilt im ganzen Land einschliesslich Casinos und Liechtenstein.
Wie funktioniert der Steuerfreibetrag bei Wettgewinnen, und was heisst «je nach Kanton»?
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei; der Bundesfreibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1'071'000. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, daher «je nach Kanton». Darüber behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird.
Dieser Beitrag wurde vom Team von Kombitipps Heute erstellt.
